








Kawasaki Z900 RS 2026 im Test
Was ist neu, anders, besser, schlechter beim 2026er Retro-Klassiker von Kawa?
Fotos: Motorradtest.de
Achtung, Suchtgefahr!
Die Kawasaki Z900 RS 2026 knüpft an die legendären Modelle aus den 1970er Jahren an und vereint klassische Retro-Elemente mit zeitgemäßer Technik. Besonders auffällig ist die harmonische Linienführung, die sich durch das gesamte Motorrad zieht: Ein rundes LED-Scheinwerfergehäuse, das minimalistische Cockpit und der tropfenförmige Tank erinnern an die berühmte Z1. Die "neue" Z900 RS gibt es bereits seit 2018. In unserem ersten Test zur RS waren wir schon komplett begeistert von dieser Maschine. Im Laufe der Jahre wurde die RS erwachsener und im aktuellen 2026er Modell, welches wir hier vorstellen, hat Kawasaki erneut vor allem technisch nochmals aufgerüstet.Natürlich wurden auch die Farben für des neue Modell erneuert. Streng genommen gibt es die Z900 RS nur in einer Farbe, nämlich in "Candy Tone Red" - wir würden dazu Weinrot sagen. In dieser Farbe kostet die Maschine 12.995 Euro. Es gibt aber auch eine "Black Ball Edition" in der Farbe "Ebony", also in komplett schwarz für 13.195 Euro. Und schließlich haben die Japaner auch noch eine Z900 R S SE Version parat, die in der Farbe "Metallic Spark Black" für 14.595 Euro zu haben ist. Bei der SE gibt es on top zur Standard RS ein Öhlins-Fahrwerk, Brembo-Bremsen inkl. Stahlflex-Leitungen, einen USB-C Anschluß und eine 1 cm höhere Sitzbank (845mm).
Die Verarbeitung der Z900 RS überzeugt durch hochwertige Materialien und eine exzellente Passgenauigkeit. Chrom- und Aluminium-Elemente sind sorgfältig eingesetzt, sodass das Bike nicht nur optisch, sondern auch haptisch einen hochwertigen Eindruck hinterlässt. Die Sitzbank ist klassisch gesteppt und bietet sowohl Fahrer als auch Sozius einen angenehmen Sitzkomfort. Insgesamt präsentiert sich die Z900 RS als gelungenes Zusammenspiel aus Nostalgie und modernem Look. Man sitzt angenehm aufrecht und dank der Sitzhöhe von 835 mm kommen auch kleinere Piloten gut mit den Füßen auf den Boden.
Technik der Z900 RS
Kawasaki stattet die Z900 RS 2026 mit einer Vielzahl moderner Features aus, die den Komfort und die Sicherheit erhöhen. Das Cockpit ist übersichtlich und verbindet analoge Anzeigen mit einem digitalen Multifunktionsdisplay (inverses LCD), das Informationen wie Tankinhalt, Reichweite und Fahrmodi liefert. Die LED-Beleuchtung sorgt für beste Sichtbarkeit und verleiht dem Bike einen zeitgemäßen Touch.
Zu den Sicherheitsfeatures zählen neben dem Kurven-ABS auch eine dynamische Traktionskontrolle, die in mehreren Stufen einstellbar ist. Optional sind Heizgriffe (315€), eine USB-Ladebuchse (76€), eine niedrigere Sitzbank (315€) und ein Hauptständer (255€) erhältlich.
Die Z900 RS bietet zudem ausreichend Stauraum unter der Sitzbank für kleinere Gegenstände und ist mit einem stabilen Gepäckträger nachrüstbar. Insgesamt präsentiert sich das Modell als gut ausgestattetes Gesamtpaket, das kaum Wünsche offenlässt.
Serien-Endschalldämpfer im Megaphon-Style. So fährt sie sich
Im Herzen der Kawasaki Z900 RS 2026 arbeitet ein 948 cm³ Vierzylinder-Reihenmotor, der für einen ausgewogenen Mix aus Leistung und Laufkultur sorgt. Die Maximalleistung beträgt 116 PS bei 9.300 U/min, das Drehmoment liegt bei 98 Nm bei 7.700 U/min. Dank moderner Einspritztechnik und optimierter Motorkennfelder spricht der Motor spontan und gleichmäßig an. Die Abgasnorm Euro 5+ wird selbstverständlich erfüllt, sodass das Bike auch in städtischen Umweltzonen problemlos bewegt werden kann.
Das Fahrwerk besteht aus einer stabilen Stahlrohrrahmen-Konstruktion, einer voll einstellbaren 41-mm-Upside-Down-Gabel mit 120 mm Federweg und einem Zentralfederbein mit einstellbarer Dämpfung und Federvorspannung (Federweg 140 mm). Die Bremsanlage umfasst Doppel-Scheibenbremsen mit radialen Vierkolben-Bremssätteln vorne und eine Einzel-Scheibe hinten. Kurven-ABS ist serienmäßig an Bord und sorgt für zusätzliche Sicherheit. Das Gewicht der Maschine beträgt fahrfertig etwa 216 kg, was für eine ausgewogene Balance zwischen Agilität und Stabilität sorgt.
4-Zylinder Reihenmotor mit jetzt 116 PS
Im Alltag präsentiert sich die Z900 RS als ausgesprochen vielseitig. Das Handling ist direkt und intuitiv, das Motorrad lässt sich leicht durch Kurven führen und bleibt dabei stets stabil. Der breite Lenker und die ergonomisch gestaltete Sitzposition ermöglichen eine entspannte Fahrt, sowohl in der Stadt als auch auf längeren Landstraßen-Etappen. Der Motor glänzt durch seine lineare Leistungsentfaltung, sodass sowohl sportliche Fahrer als auch Genussfahrer auf ihre Kosten kommen.
Die Federung absorbiert Unebenheiten zuverlässig, ohne zu weich zu wirken. Gerade auf schlechtem Asphalt bietet die Z900 RS ein hohes Maß an Komfort, bleibt aber bei dynamischer Fahrweise präzise. Die Bremsen greifen kräftig und dosierbar, das ABS arbeitet unauffällig und zuverlässig. Auch bei längeren Touren bleibt das Bike angenehm, die Sitzbank bietet ausreichend Polsterung und die Vibrationen sind minimal. Die Alltagstauglichkeit wird durch einen relativ kleinen Wendekreis und eine moderate Sitzhöhe (ca. 835 mm) unterstrichen, sodass auch kleinere Fahrer gut zurechtkommen.
Radial verschraubte 4-Kolben Festsattel Bremszange auf 300 mm Doppelscheiben
Mit einem Einstiegspreis von 12.999 Euro positioniert sich die Kawasaki Z900 RS 2026 im Mittelfeld der Retro-Bikes. Im Vergleich zu Wettbewerbern bietet die Z900 RS ein attraktives Gesamtpaket, das sowohl bei der Ausstattung als auch und vor allem beim Fahrverhalten punktet. Die hochwertigen Komponenten und die moderne Technik rechtfertigen den Preis, insbesondere angesichts der exzellenten Verarbeitung und der bekannten Zuverlässigkeit von Kawasaki.
Die laufenden Kosten bewegen sich im üblichen Rahmen: Die Inspektionsintervalle sind großzügig bemessen, der Verbrauch liegt je nach Fahrweise bei etwa 5,2 Litern pro 100 Kilometer. Ersatzteile und Zubehör sind gut verfügbar, sodass auch die Wartung und Pflege keine Überraschungen bereithalten. Wer Wert auf ein zeitloses Design, moderne Technik und Alltagstauglichkeit legt, erhält mit der Z900 RS ein sehr faires Angebot.
Heckbürzel ganz wie früher!
Fazit
Die Kawasaki Z900 RS 2026 überzeugt als gelungene Symbiose aus Retro-Charme und moderner Technik. Das Design ist liebevoll umgesetzt, die Verarbeitung hochwertig und die technischen Daten sind auf dem neuesten Stand. Im Fahrbetrieb zeigt sich das Motorrad vielseitig, komfortabel und dynamisch – ideal für Fahrer, die sowohl Genuss als auch Sportlichkeit schätzen. Die Ausstattung ist umfassend, das Preis-Leistungs-Verhältnis fair und die Alltagstauglichkeit hoch.
Insgesamt ist die Z900 RS 2026 eine klare Empfehlung für all jene, die ein charakterstarkes Retro-Bike mit moderner Technik suchen. Kawasaki hat mit diesem Modell einmal mehr bewiesen, wie erfolgreich Tradition und Innovation verbunden werden können.
Probefahren könnt Ihr die neue RS bei Heller & Soltau im schönen Sankt Michaelisdonn. Dort gibt es wunderbare Landstraßen, auf den denen sich die Z900RS besonders wohl fühlt. Und natürlich gibt es dort auch jede Menge anderer Kawas, die man probefahren kann - und auch Bikes von Husqvarna findet ihr dort.Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre
- Preis: 12.995 €
- Gebraucht (3 Jahre alt): 0.000€
- Baujahre: 2018 - heute
- Farben: rot, schwarz


































