Honda CMX 1100 Rebel SE im Test

Der Japan-Cruiser Modell 2026 muss sich beweisen.

Honda CMX 1100 Rebel SE im Test Fotos: Motorradtest.de
 
 
Die neue CMX 1100 Rebel hat ein neues Cockpit bekommen und sieht in der von uns getesteten SE-Variante mit der Cockpit-Verkleidung in "Überall-Schwarz" richtig gut aus. Ob sie sich gut fährt bzw. wie sie sich fährt haben Thomas und Dietmar abgecheckt.

Cruiser aus Japan mit Africa-Twin Motor


Die Honda CMX 1100 Rebel SE richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer, die einen modernen Cruiser mit klarer Optik, kräftigem Motor und hoher Alltagstauglichkeit suchen. Das neue SE‑Modell baut auf den Stärken der bisherigen Rebel 1100 auf, ergänzt aber zusätzliche Komfort- und Stilpakete, die sie näher an Premium‑Cruiser heranrücken lassen.

Ziel dieses Testberichts ist es, alle relevanten Aspekte des Modells aufzuzeigen und potenziellen Käufern eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten. Im Fokus stehen Design, Fahrverhalten, Ausstattung, Motorleistung, Komfort, das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie persönliche Eindrücke aus der Praxis.

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Farbauswahl
Farbauswahl: Schwarz oder Grau. Egal, Hauptsache Italien.
 
 

Die Honda CMX 1100 Rebel SE überzeugt mit einem minimalistischen, dennoch markanten Design. Die tiefschwarze Lackierung des SE-Modells unterstreicht den urbanen Charakter, während die kompakte Silhouette und das flache Profil für eine moderne, aggressive Optik sorgen. Auffällig sind die breiten Reifen, der niedrige Sitz und die schlanken LED-Leuchten, die dem Motorrad einen individuellen Touch verleihen. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, sämtliche Komponenten sind sauber integriert und die Oberflächen sind makellos lackiert. Besonders hervorzuheben sind die matten Akzente und die dezent gehaltenen Embleme, die dem Gesamtbild einen edlen und zugleich zurückhaltenden Eindruck verschaffen. Die Verarbeitung liegt auf gewohnt gutem Honda‑Niveau: saubere Schweißnähte, ordentlich verlegte Leitungen und ein stimmiges Gesamtbild.

Die Rebel 1100 SE bleibt ihrem minimalistischen Custom-Look treu, wirkt aber dank der SE‑Upgrades erwachsener und hochwertiger. Wichtige Merkmale:
 
• Tiefgezogene Sitzbank und schlanke Silhouette
• weit nach vorne verlegte Fußrasten
• Dunkel gehaltene Bauteile für einen modernen, reduzierten Look
• Verbesserte LED‑Beleuchtung
• Hochwertiger Sitz mit Steppung
• Windschild in Serie


 
Abmessungen und Sitzprobe
 

Die Sitzposition auf der Rebel SE ist entspannt und tief, die Beine sind weit nach vorne gestreckt, was dem Cruiser-Charakter entspricht. Der breite Lenker ermöglicht eine lässige, kontrollierte Haltung und trägt zum hohen Fahrkomfort bei. Der Sitz ist ausreichend gepolstert und bietet auch auf längeren Strecken guten Halt. Die Federung ist eher straff ausgelegt, dennoch werden Unebenheiten zuverlässig gefiltert. Für Fahrer ab etwa 1,70 m ist das Motorrad besonders angenehm, da der niedrige Schwerpunkt und die kompakte Bauweise das Handling erleichtern. 

Ergonomie-Eindruck:
• Sehr zugängliche Sitzposition – auch für kleinere Fahrer
• Breiter Lenker, entspannte Armhaltung
• Bequemer SE‑Sitz, auch auf längeren Strecken
• Soziustauglichkeit eher 1b

Sitzprobe und Abmessungen
So sitzt es sich auf der Rebel SE.
 
 

360 Grad Rundgang um die Honda CMX 1100 Rebel SE

Cockpit Beleuchtung vorne Beleuchtung hinten

Das soll sie können

Die Honda CMX 1100 Rebel SE ist mit einer Vielzahl moderner Features ausgestattet. Dazu gehören ein digitales TFT-Cockpit mit gut ablesbaren Anzeigen, eine Traktionskontrolle, verschiedene Fahrmodi (Standard, Rain, Sport und 2 x User), Tempomat, Wheelie-Control sowie ein serienmäßiges 2-Kanal ABS.

Besonders hervorzuheben ist wie fast immer bei aktuellken Honda-Maschinen die tadellos funktionierende Handy-Anbindung per Bluettoh inkl. der ebenso guten RoadSync-App mit Pfeil-Navigation. Alles kinderleicht zu bedienen und auch für Technik-Vollpfosten kein Problem- Optional gibt es natürlich auch das DCT-Automatikgetriebe, welches an unsere Testmaschine vorhanden war.
 
Die LED-Beleuchtung rundum sorgt für optimale Sicht und ein zeitgemäßes Erscheinungsbild. Die Bedienung der Schalter ist intuitiv und die Verarbeitung der Bedienelemente hinterlässt einen wertigen Eindruck. In puncto Sicherheitsausstattung bewegt sich das Modell auf aktuellem Niveau, wobei Assistenzsysteme wie Kurven-ABS oder eine Reifendruckkontrolle nicht vorhanden sind, was für diese Preisklasse jedoch nicht ungewöhnlich ist.

Endschalldämpfer Endschalldämpfer im Kanonenrohr-Style. Klingt gut.
 

So fährt sie sich 


Im Praxistest überzeugt die Rebel SE durch ihr ausgewogenes Fahrverhalten und die angenehme Sitzposition. Besonders positiv fällt die harmonische Abstimmung von Motor und Fahrwerk auf, die sowohl entspanntes Cruisen als auch dynamischere Fahrten erlaubt. Die Maschine vermittelt ein hohes Maß an Kontrolle und Sicherheit, auch bei höheren Geschwindigkeiten. Als kleine Schwäche ist die begrenzte Windschutzwirkung zu nennen, was bei längeren Autobahnetappen zu erhöhter Belastung führen kann. Insgesamt bietet die Rebel SE eine gelungene Mischung aus klassischem Cruiser-Feeling und moderner Technik, die sowohl Einsteiger als auch erfahrene Fahrer anspricht.

Die Rebel ist überraschend alltagstauglich:
• Wendigkeit im Stadtverkehr
• Ausreichender Stauraum mit den SE‑Softbags
• Niedriger Verbrauch und langer Serviceintervall 
• ausgereiftes DCT Doppelkupplungsgetriebe ohne böse Überraschungen

Star in der Manege: Der Reihentwin aus der Africa Twin. Star in der Manege: Der Reihentwin aus der Africa Twin.
 
 

Im Herzen der Rebel SE arbeitet ein flüssigkeitsgekühlter Zweizylinder-Reihenmotor mit 1.084 cm³ Hubraum, der aus der Africa Twin abgeleitet wurde. Die Leistung liegt bei 64 kW (88 PS) bei 7.250 U/min, das maximale Drehmoment von 98 Nm steht bereits bei 4.750 Umin zur Verfügung. Die Kraftentfaltung erfolgt linear und kraftvoll, sodass die Maschine sowohl im urbanen Umfeld als auch auf der Landstraße stets souverän agiert. Die Beschleunigung ist beeindruckend, das Motorrad sprintet in unter 4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Verbrauch pendelt sich je nach Fahrweise und Streckenprofil zwischen 4,5 und 5,5 Litern auf 100 Kilometer ein, was für diese Leistungsklasse als durchaus effizient gilt.

 
Besser geht immer: Einzelscheibe vorne. Besser geht immer: Einzelscheibe vorne. Bremst aber okay.
 
 
Angesichts der gebotenen Ausstattung, der leistungsstarken Motorisierung und der hochwertigen Verarbeitung erscheint der Preis für die große Rebel angemessen. Im Vergleich zu Mitbewerbern, wie der nicht mehr erhältlichen Yamaha XV950R oder der Kawasaki Vulcan S, bietet die Rebel SE ein modernes Technikpaket und eine attraktive Optik zu einem fairen Preis. Die laufenden Kosten sind dank moderaten Wartungsintervallen ebenfalls überschaubar. Wer auf zusätzliche Premiumfeatures verzichten kann, findet hier ein überzeugendes Gesamtpaket.
 
Die Honda CMX 1100 Rebel SE 2025 ist eine gelungene Weiterentwicklung eines ohnehin starken Modells. Sie kombiniert typischen Cruiser‑Charme mit moderner Technik, hoher Zuverlässigkeit und einer intuitiven Fahrbarkeit, wie sie sonst nur wenige Marken bieten.

Stärken:
• Leistungsstarker, kultivierter Motor
• Leichtes Handling
• Moderne Elektronik und optional DCT
• Hoher Komfort im SE‑Modell
• Sehr gute Verarbeitung

Schwächen:
• Nur eingeschränkt für zwei Personen geeignet
• Windschild könnte größer sein
• Seitenständer etwas lütt
 

Fazit

Insgesamt ist die Rebel 1100 SE 2025 ein empfehlenswerter Cruiser für alle, die moderne Technik, Zuverlässigkeit und ein stilvolles, reduziertes Design schätzen – ohne den massigen Charakter klassischer Cruiser in Kauf nehmen zu müssen. Sie bietet ein ausgewogenes Verhältnis aus Leistung, Komfort und Ausstattung und überzeugt mit hochwertigen Materialien und durchdachten Details. Preislich bewegt sich die Rebel SE im fairen Rahmen, sodass sie eine interessante Alternative zu etablierten Wettbewerbern darstellt. Wer Wert auf Individualität, Fahrspaß und Alltagstauglichkeit legt, findet in der Rebel SE einen zuverlässigen Begleiter – sowohl für die Stadt als auch für längere Touren.


Das Testbike wurde uns von "motofun", einem großen Honda-Händler in Kaltenkirchen nördlich von Hamburg zur Verfügung gestellt. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine neue Rebel zuzulegen, ist dort herzlich zu einer Probefahrt eingeladen. Bei motofun.de gibt es übrigens auch viele tolle gebrauchten Maschinen im 1. Stock - Sehenswert!

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 14.199 € (SE)
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 10.000€
  • Baujahre: 2021 - heute
  • Farben: Schwarz, Grau
Pro & Kontra
Pro:
  • Souveräner Motor
  • brummeliger Sound
  • sehr zugängliche Maschine, auch für Anfänger geeignet
  • niedrige Sitzpostion, passt auch für kleinere Leute
  • sehr lässiges Fahrgefühl
Kontra:
  • Bremsen vorne könnten stärker sein
03.2026: Honda CMX 1100 Rebel SE
Verkaufszahlen (Deutschland)
Gesamt: 4.119 Mid: 35318
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