Kawasaki KLE 500 SE

Technische Daten:

Allgemein
TypReise-Enduro
UVP7.295 €
Baujahr2026 ~ heute
HerstellerKLE 500 SE =>
www.kawasaki.de
Abmessungen
Länge2.300 mm
Höhe1.460 mm
Gewicht195 kg
zul. Gesamtgewicht390 kg
Sitzhöhe870 mm
Radstand1.555 mm
Fahrleistungen & Reichweite
0 auf 100
60 auf 100
Tankinhalt16 l
Verbrauch4 l
Reichweite400 km
Höchstgeschw.175 km/h
Motor
MotorbauartViertakt-Reihenzweizylinder
Zylinderzahl2
Kühlungflüssig
Hubraum451 ccm
Bohrung70 mm
Hub58,6 mm
Kraftübertragung
Leistung45,4 PS
9.000 U/Min
Drehmoment42,6 NM
6.000 U/Min
Ganganzahl6
AntriebKette
Rahmen & Reifen
RahmenGitterrohrrahmen
Stahl
Reifen vorne 90/90-21 M/C 54S
Reifen hinten 140/70-17 M/C 66S
Bremsen
Bremsen vorneEinzelscheibe, Halbschwimmend gelagerte 310-mm-Einzelscheibenbremse mit Doppelkolbenbremssattel
300 mm
Bremsen hintenEinzelscheibenbremse, Doppelkolbenbremssattel
230
ABSABS
Federung
Federung vorn43-mm USD Teleskopgabel
Federweg: 210 mm
Federbein hintenUni-Trak-Schwinge
Federweg: 196 mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge

Kawasaki KLE 500 SE – Test, Infos & Kaufberatung

Die Kawasaki KLE 500 SE steht für einen Motorradtyp, der sich nicht auf eine einzige Disziplin festnageln lässt: Sie ist als Allrounder gedacht, fühlt sich auf der Straße zuhause und bleibt gleichzeitig offen für Schotterwege, Feldwege und die kleinen Umwege, die eine Tour erst richtig spannend machen. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nur „von A nach B“ kann, sondern auch auf Reisen und im Alltag eine gute Figur macht, landet bei der KLE 500 SE schnell in der engeren Auswahl.

Im Folgenden geht es darum, die KLE 500 SE verständlich einzuordnen: Was macht sie stark, wo liegen die typischen Grenzen und wie wirkt sie im Vergleich zu ähnlichen Konzepten? Dabei geht es nicht um reine Zahlen, sondern um das, was im Fahralltag zählt.

Wofür die Kawasaki KLE 500 SE gemacht ist

Die KLE 500 SE ist ein kompaktes Adventure-/Dual-Sport-Konzept mit Fokus auf Alltagstauglichkeit und Tourenkomfort. Sie richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer, die gerne flexibel unterwegs sind: morgens zur Arbeit, am Wochenende auf längere Strecken und zwischendurch gern auch mal auf weniger glatten Untergrund. Genau diese Mischung macht den Reiz aus.

Im Vergleich zu rein straßenorientierten Reiseenduros wirkt die KLE 500 SE oft „zugänglicher“: Sie ist weniger auf maximale Autobahn-Performance getrimmt, dafür aber stimmiger, wenn Tempo nicht das einzige Ziel ist. Gegenüber sehr spezialisierten Offroad-Maschinen ist sie wiederum klar alltagstauglicher – mit mehr Komfort und einem Gesamtpaket, das auch längere Fahrten gut verträgt.

Motor und Fahrgefühl: souverän statt hektisch

Beim Fahrgefühl setzt die KLE 500 SE auf ruhige, kontrollierte Leistungsentfaltung. Das ist besonders dann angenehm, wenn man nicht ständig am Gas „arbeiten“ möchte. Auf Landstraßen und bei Touren sorgt das für ein entspanntes Tempo, das sich gut dosieren lässt. Auf unbefestigten Strecken hilft diese Charakteristik, weil man nicht ständig gegen das Motorrad arbeiten muss.

Im Vergleich zu sportlicheren Modellen wirkt die KLE 500 SE weniger „aggressiv“, aber dafür oft berechenbarer. Das ist ein Vorteil für Fahrer, die gerne gleichmäßig fahren und sich auf Linie und Rhythmus konzentrieren. Wer dagegen maximale Durchzugskraft bei sehr hohen Geschwindigkeiten erwartet, wird eher bei straßenlastigen Alternativen fündig.

Stärken im Alltag

  • Entspanntes Ansprechverhalten für Stadt und Landstraße
  • Gut dosierbar beim Anfahren und auf wechselndem Untergrund
  • Tourenfreundlicher Charakter statt „Sportmodus“

Mögliche Schwächen

  • Für sehr ambitionierte Autobahnfahrten kann das Konzept weniger „zielstrebig“ wirken
  • Wer maximale Reserven bei hohen Drehzahlen erwartet, wird eher enttäuscht

Fahrwerk und Handling: komfortabel, aber nicht übertrieben sportlich

Das Fahrwerk der KLE 500 SE ist auf Allround-Komfort ausgelegt. Auf der Straße vermittelt es ein sicheres Gefühl, ohne dass die Maschine zu hart oder zu nervös wirkt. Gerade auf längeren Strecken ist das ein Plus, weil Ermüdung weniger schnell ein Thema wird.

Auf Schotter und schlechten Straßen zeigt sich der Charakter eines Dual-Sport-Konzepts: Die KLE 500 SE bleibt kontrollierbar, aber sie ist nicht als kompromisslose Offroad-Maschine gedacht. Im Vergleich zu reinen Enduros ist sie oft „zahmer“ – dafür aber deutlich besser im Alltag. Gegenüber sehr straßenbetonten Reisebikes ist sie wiederum weniger auf maximale Schräglagenagilität getrimmt, dafür aber vielseitiger.

Was beim Handling auffällt

  • Gutes Gleichgewicht zwischen Komfort und Kontrolle
  • Leicht zu fahren auch für weniger geübte Fahrer
  • Stabilität auf wechselndem Untergrund

Grenzen des Konzepts

  • Wer ausschließlich sportlich und aggressiv fährt, könnte die Ausrichtung weniger passend finden
  • Auf sehr anspruchsvollem Offroad-Gelände sind spezialisierte Maschinen im Vorteil

Bremsen und Sicherheit: solide Basis für den Alltag

Bei der Sicherheit zählt vor allem, wie gut sich das Motorrad im Alltag verzögern und kontrollieren lässt. Die KLE 500 SE bietet dafür eine solide, alltagstaugliche Bremsleistung. Im Vergleich zu manchen sehr sportlichen Bikes ist der Fokus weniger auf maximalem „Anker-Effekt“ gelegt, sondern auf gut dosierbarer Verzögerung.

Gerade auf Touren, wenn Gepäck und wechselnde Straßenverhältnisse dazukommen, ist das wichtig. Wer regelmäßig bei Regen oder auf unebenen Straßen unterwegs ist, profitiert von einem Setup, das sich vorhersehbar anfühlt.

Ausstattung und Komfort: Tourenorientierung ohne Überladung

Die Kawasaki KLE 500 SE wirkt wie ein Motorrad, das man nicht ständig „optimieren“ muss, um es nutzen zu können. Der Komfort ist so gewählt, dass man auch längere Strecken angenehm fahren kann. Dazu passt das Konzept, dass die Maschine nicht nur für den Sonntagsausflug gedacht ist, sondern auch für den Alltag.

Im Vergleich zu sehr modern ausgestatteten Modellen (mit viel Elektronik) kann die KLE 500 SE weniger „smart“ wirken. Das ist aber nicht automatisch ein Nachteil: Wer Wert auf ein Motorrad legt, das sich klassisch bedienen lässt und nicht von komplexen Systemen abhängt, findet hier oft genau den richtigen Ton.

Stärken bei Komfort und Praxis

  • Tourentaugliche Sitz- und Fahrposition für entspannte Fahrten
  • Gepäck- und Alltagsdenken im Gesamtkonzept
  • Unkompliziertes Handling im Alltag

Wo man genauer hinschauen sollte

  • Bei älteren Exemplaren lohnt sich ein Blick auf Verschleißteile und Wartungshistorie
  • Wer maximale Assistenzsysteme erwartet, wird eher woanders suchen

Vergleich: KLE 500 SE vs. ähnliche Motorrad-Konzepte

Wenn man die KLE 500 SE mit ähnlichen Modellen vergleicht, wird schnell klar: Sie steht zwischen den Welten. Gegenüber straßenorientierten Reiseenduros ist sie oft die bessere Wahl, wenn auch mal unbefestigte Strecken dazugehören. Gegenüber reinen Enduros ist sie die entspanntere Option, weil sie im Alltag weniger kompromissbehaftet ist.

Im Vergleich zu sehr großen Hubraum-Adventure-Bikes wirkt die KLE 500 SE weniger „groß“ im Auftritt, dafür aber oft stimmiger im Handling und im Gesamtgefühl. Wer lange Autobahnabschnitte plant, wird bei größeren Modellen eher mehr Reserven finden. Wer dagegen Touren plant, bei denen Landstraße, Nebenstrecken und gelegentlicher Schotter im Fokus stehen, bekommt mit der KLE 500 SE häufig genau das richtige Paket.

Typische Käuferprofile im Vergleich

  • Reiseorientiert, aber flexibel: KLE 500 SE passt gut, wenn Straße und Schotter gleichberechtigt sind
  • Komfort statt Spezialdisziplin: ideal, wenn das Motorrad nicht nur für eine Aufgabe gedacht ist
  • Sportlich-ambitioniert: eher weniger passend, wenn maximale Performance im Vordergrund steht

Kaufberatung: Worauf beim Gebrauchtkauf achten

Die KLE 500 SE wird häufig als Gebrauchtmotorrad gesucht. Das ist grundsätzlich sinnvoll, weil das Konzept langlebig und alltagstauglich sein kann. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick, denn bei älteren Motorrädern entscheidet der Zustand über die Freude am Fahren.

Beim Kauf sollte man besonders auf Wartungshistorie, sichtbaren Verschleiß und den allgemeinen Pflegezustand achten. Dazu gehören unter anderem Reifenbild, Bremsenverschleiß, Zustand von Kette/Antrieb (falls vorhanden), sowie Hinweise auf Standschäden oder unsaubere Reparaturen. Auch Probefahrt und Kaltstart sind wichtig, um ein Gefühl für den Motorlauf und das Fahrverhalten zu bekommen.

Wenn die Maschine regelmäßig betreut wurde und sich sauber fahren lässt, kann die KLE 500 SE eine sehr stimmige Wahl sein – vor allem für alle, die ein Motorrad suchen, das nicht nur auf dem Papier gut klingt, sondern sich im Alltag bewährt.

Fazit:

Die Kawasaki KLE 500 SE ist ein sympathischer Allrounder für Tourenfahrer, die Straße und gelegentlichen Schotter nicht trennen möchten. Im Vergleich zu straßenbetonten Reisebikes wirkt sie oft flexibler, während sie gegenüber reinen Enduros deutlich komfortabler bleibt. Das Fahrgefühl ist eher ruhig und kontrolliert, was auf langen Strecken und im Alltag besonders angenehm ist. Wer vor allem maximale Autobahn-Performance oder kompromisslose Offroad-Extremität sucht, wird eher andere Konzepte bevorzugen. Die KLE 500 SE passt besonders zu Fahrern, die ein vielseitiges Motorrad wollen, das zuverlässig funktioniert, sich unkompliziert fahren lässt und Lust auf Entdeckung macht.

Zielgruppe: Fahrerinnen und Fahrer, die ein gebrauchtes oder klassisches Adventure-/Dual-Sport-Konzept suchen – für Pendeln, Wochenendtouren und Nebenstrecken. Auch Einsteiger oder Umsteiger, die ein gutmütiges, alltagstaugliches Motorrad bevorzugen, können hier eine passende Basis finden.

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