BMW Motorrad International GS Trophy 2026 Rumänien

Das Abenteuer in den Karpaten ist entschieden.

BMW Motorrad International GS Trophy 2026 Rumänien Fotos: BMW Motorrad

Sechs Fahrtage, rund 1.500 Kilometer und eine richtig anspruchsvolle Route durch die rumänischen Karpaten – dann stand fest, wer die zehnte BMW Motorrad International GS Trophy gewinnt. Team Deutschland mit Fabi Fenner, Norman Pleissner und Flo Thomann holte sich mit 203 Punkten den Sieg bei den Männern. In der Frauenwertung setzte sich Team Europe mit Chrissie Harcourt und Anja Filak mit 200 Punkten durch.

Die Jubiläumsausgabe ging weiter, höher und technisch mehr ans Limit als je zuvor: über schmale Waldtrails, ausgewaschene Bergpfade, durch Flussbetten und über historische Höhenwege. Trotzdem blieb die Trophy genau das, was sie ausmacht: ein gemeinsames Abenteuer, bei dem Teamgeist, Präzision, Ausdauer und gegenseitige Unterstützung wichtiger sind als reines Tempo.

 
Spannend blieb es bis zur allerletzten Prüfung. Vor dem Finaltag trennten Team International und Team Europe bei den Frauen gerade einmal zwei Punkte. Bei den Männern ging Team Deutschland mit elf Punkten Vorsprung auf Team Europe ins Rennen. Unter ordentlich Druck zeigten die späteren Sieger genau das, worauf es bei dieser GS Trophy ankam: Vertrauen, einen kühlen Kopf und echtes Teamwork.

 
Im Frauenfinale fuhren Chrissie Harcourt aus Großbritannien und Anja Filak aus den Niederlanden konzentriert, kontrolliert und perfekt aufeinander abgestimmt zum Sieg für Team Europe. Bei den Männern machten Fabian Fenner, Norman Pleissner und Florian Thomann den Deckel drauf: Nach einer die ganze Woche über starken und konstanten Leistung ging der Gesamtsieg verdient an Team Deutschland.

Ganz oben: Team Deutschland und Team Europe.

So sieht der Endstand der BMW Motorrad International GS Trophy 2026 in Rumänien aus:

 
Frauenteams:
1. Europa – 200 Punkte
2. International – 184
3. Australien – 164
4. China – 159
5. Deutschland – 146

Männerteams:
1. Deutschland – 203 Punkte
2. Europa – 147
3. Ukraine – 144
4. Australien – 138
5. Japan – 135
6. Korea – 131
7. International – 128
8. China – 102

Teamwork lässt Träume wahr werden.

Vor dem Event kannten sich die späteren Siegerinnen von Team Europe noch gar nicht: Chrissie kam aus Wales, Anja aus den Niederlanden. Doch während der Trophy wurden sie schnell zu einem echten Team. Gemeinsam meisterten sie jedes Hindernis – und fuhren am Ende ganz nach oben aufs Podium.

Chrissie Harcourt, Team Europe: „Ich kann dieses Gefühl kaum in Worte fassen. In meinem Kopf geht gerade alles drunter und drüber, und irgendwie wackelt noch alles. Es wird wohl eine Weile dauern, bis ich wirklich begreife, was passiert ist. Ich bin einfach unglaublich stolz auf uns beide.“

Anja Filak, Team Europe: „Wir waren definitiv das kleinste Team im Wettbewerb. Aber auf dem Motorrad waren wir wie ein Körper, eine Einheit. Chrissie ist einfach großartig. Sie hat mir viele Tipps gegeben, und ich konnte ihr folgen und es schaffen. Dadurch habe ich viel mehr Selbstvertrauen bekommen. Ich wusste, dass ich mich auf sie verlassen und mich voll konzentrieren kann. Alles, was sie mir in diesen Tagen gesagt hat, habe ich mir zu Herzen genommen und versucht umzusetzen – und es hat funktioniert!“

Darum war die GS Trophy 2026 etwas ganz Besonderes.

Die zehnte Ausgabe legte die Messlatte ordentlich höher: sechs Tage, rund 1.500 Kilometer und ungefähr die Hälfte davon abseits befestigter Straßen. An drei Tagen hintereinander waren die Teams elf bis zwölf Stunden unterwegs. Allein Tag drei brachte mehr als 300 Kilometer, davon 170 Kilometer auf Trails. Kälte, dichter Nebel, nasse Camps und ständig wechselnder Untergrund sorgten dafür, dass gute Erholung und persönliche Organisation fast genauso wichtig waren wie fahrerisches Können.

Die härtesten Challenges warteten hoch oben in den Karpaten: die acht Kilometer lange Metzeler Enduro Navigation Challenge auf schmalen Singletrails, die knallharten Auffahrten zur Strategica Mountain Road und eine ausgesetzte Abfahrt über einen schmalen Ziegenpfad. Dazu kamen Flussbetten, tiefer Feinkies, nasse Grashänge und ausgewaschene Waldtracks. Die Mischung aus langer Distanz, technischen Passagen, Navigation und purer Erschöpfung machte Rumänien zu einer der bisher härtesten – und gleichzeitig beeindruckendsten – GS Trophys.

Besonders spannend war auch die Mischung aus ursprünglichem Abenteuer und internationalem Gemeinschaftsgefühl. Unter dem Motto „Back to Basics“ erlebten 30 Fahrerinnen und Fahrer aus 13 Nationen Rumäniens wilde Landschaften, historische Höhenwege und jede Menge herzliche Gastfreundschaft. Die BMW R 12 G/S zeigte dabei, was sie als Competition Bike draufhat: kraftvoll, präzise und auf jedem Untergrund gut kontrollierbar.

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